Blühender Rasen (Gänseblümchen) im Garten © Maike Wessel

Blühender Garten und Balkon – für uns und für Insekten

Das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt hat uns die Bedeutung von Blühpflanzen noch mehr ins Bewusstsein gerückt. Auch wir Garten- und Balkonbesitzer können etwas für Bienen, Insekten und Vögel tun: nämlich sie einladen und bewirten. Wie?
Dazu wollen wir vom Arbeitskreis Natur ein paar Tipps geben.

Blühende Gartenwiese im April (Löwenzahn, Gänseblümchen, Ehrenpreis, Scharbockskraut) © Maike Wessel

Rasen und/oder Blühwiese?

Wer schon einen Rasen hat, erstmal nicht mähen und düngen! Stattdessen gucken, was da jetzt gekommen ist und noch kommt. Schneeglöckerl und Krokusse sind längst verblüht, aber wollen sich aussamen fürs nächste Jahr. Scharbockskraut, Gänseblümchen, Himmelschlüssel, Ehrenpreis, Günsel und Löwenzahn setzen schöne Farbakzente und bieten Nahrung für Insekten (und uns: junge Löwenzahnblätter als wertvolle Salatbeigabe!). Wenn dann gemäht werden muss, kann man den Rasenmäher etwas höher stellen, dann bleibt einiges erhalten und kann weiterblühen.

Blühwiese (Ehrenpreis) im Garten © Maike WesselBlühpflanzen (Scharbockskraut) im Garten © Maike Wessel

 

 

 

 

 

Wer mehr Blühendes in die Rasenfläche bringen will, sollte sich gut informieren.
Der Naturschutzbund hat für den Anfang gute Informationen hier zusammengestellt.

Wichtig zu wissen ist der Unterschied zwischen einheimischen Blühwiesen und einjährigen Mischungen bunter Blumen:
Die Wiesen, die wir aus unserer Jugend kennen, mit Margariten, Glockenblumen und Wiesensalbei sind einheimische mehrjährige Blumenwiesen, die einen mageren Boden bevorzugen und nicht gleich im ersten Jahr nach der Ansaat wirken. Samenmischungen hierfür gibt es in der Regel nur im Internet. Vor allem muss vor der Ansaat die nährstoffreiche Erde entfernt werden. Das ist aufwändig und braucht Geduld. Aber es lohnt sich. Von diesen Blumen leben viele Insekten.
Anders ist es bei den bunten Blumenwiesensamen, bei man überall kaufen kann. Hier in Weilheim bieten z.B. die Stadtwerke eine spezielle Mischung blühfreudiger Sommerblumen und Gräser, die “BlumenwieseOberland”. Auch diese Blütenpflanzen, die jährlich neu ausgesät werden müssen, werden von Honigbienen und einigen wenigen anderen Insekten besucht, aber lange nicht von so vielen Arten, wie sie die heimischen Blüten bieten.

Blühende Sträucher und Bäume

Birnbaumblueten im Garten © Maike Wessel

 

Es gibt eine ganze Palette wunderschön blühender und insektenfreundlicher Sträucher. Man kann sie als Begrenzung (statt Thujen) an den Zaun setzen, oder im Garten hübsche Akzente setzen. Forsythien sind leider keine Bienenweide (ebensowenig übrigens Geranien). Der Schmetterlingsflieder (Buddleia) macht seinem Namen alle Ehre. Die entzückenden Taubenschwänzchen holen sich zusammen mit Bienen ihre Mahlzeiten in dem rosa blühenden Winterschneeball (Viburnum farreri oder burkwodii). Viele andere Sträucher findet man in den Gärtnereien (und im Internet). Natürlich auch essbare, wie Johannisbeere, Stachelbeere, Josta (eine wohlschmeckende Mischung aus beiden) und Himbeere. Es gibt auch kleinere Erdbeeren, die überall wachsen, blühen und ordentlich tragen – für naschende Kinder eine Freude.

Wer Platz für einen Obstbaum hat: Apfel-, Kirsch-, Birn-, Zwetschgen-, Pfirsich- und Aprikosen-Bäume blühen besonders schön, und erfreuen uns außerdem mit dem Summen der Bienen. Bei Vögeln beliebt ist die Eberesche (“Vogelbeere”).
Begehrt bei Insekten ist auch der wilde Wein und Efeu (der im Spätherbst blüht.)

Tiefergehende Informationen:

Naturoase Balkon bei NABU.

Pflanzen für Sonnen- bzw. Schattenbalkon bei NABU.

Lebensraum Balkon bei LBV.

Schritt für Schritt zum Naturgarten bei NABU.

Welche Pflanzen für ein Insekten-Buffet? bei NABU.

Naturgärten und biologisch Gärtnern bei der  Zeitschrift Kraut & Rüben.

 

Wir wünschen viel Freude an und in Ihrem Stückchen Natur – mit Blüten, Bienen, Insekten und Vögeln…!

 

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