Werksbus für Firma ROCHE von RVO (Regionalverkehr Oberbayern)

Werksbusse sollen Verkehr in Weilheim entlasten

Der motorisierte Individualverkehr in Weilheim muss deutlich weniger werden – das hat sich der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr zum Ziel gesetzt. Besonders jetzt, da die Diskussion um die Notwendigkeit einer möglichen Entlastungsstraße die Weilheimer kontrovers bewegt.

Mehr zu Fuß gehen, mehr Radfahren oder auch den Stadtbus stärker nutzen – das ist alles richtig und notwendig. Aber nicht wirksam genug. Denn sehr viel Autoverkehr entsteht in Weilheim durch die große Zahl von Beschäftigten der größeren Betriebe, die alle einzeln mit dem Auto zu ihrer Arbeitsstelle fahren.
Dafür gibt es Lösungen, die in anderen Städten und Regionen schon erfolgreich praktiziert werden: Werksbusse und Jobtickets.

Werksbus für Firma ROCHE von RVO (Regionalverkehr Oberbayern)Deshalb hat der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr unter Federführung von Kurt Dörr im Mai 2019 zu einem Gedankenaustausch mit den Leitungen der größeren Weilheimer Betriebe sowie den Verantwortlichen aus Landratsamt und Stadt geladen. Unterstützt wurde die Runde durch den Mobilitätsexperten der Firma ROCHE, Penzberg, der über die guten Erfolge bei Einführung der Werksbusse und der Jobtickets in Penzberg berichtete.

Vorteile haben Werksbusse und Jobtickets sowohl für Pendler als auch für Arbeitgeber. Pendler kommen günstiger und entspannter zur Arbeit, und brauchen auf Dauer oft kein Zweitauto mehr. Die Firmen können durch dieses Angebot Fachkräfte an sich binden, und müssten nicht kostbares Gelände für Parkplätze verschwenden.

Um auch für Weilheim Vorschläge zu erarbeiten, soll bis zur nächsten Sitzung im Herbst ermittelt werden, von woher die Mehrzahl der Pendler kommt und in welche Gewerbegebiete sie fahren.
Angeregt wurde außerdem, das Angebot des Weilheimer Stadtbusses dahingehend zu überprüfen, ob es Sinn macht, dieses stärker auf die Bedürfnisse des Berufsverkehrs auszurichten. Auch die RegioBahn soll ins Boot geholt werden mit dem Ziel, die Fahrt mit dem Zug für die Berufstätigen attraktiver zu gestalten.

Die Weilheimer Unternehmen, die Verwaltung von Stadt und Landkreis, und die Betreiber des ÖPNV (Öffentlicher Personen-Nahverkehr) sind jetzt gefordert, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln.

Denn die Verkehrsentlastung rechnet sich: Fährt ein Pendler täglich 10 Kilometer mit dem Auto zur Arbeit (und 10 zurück), summiert sich das bei 220 Arbeitstagen im Jahr auf 4400 Kilometer. Benutzen 50 Pendler stattdessen einen Werksbus, so werden pro Jahr 220.000 Auto-Kilometer gespart!

 

 

 

 

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